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Mit der
vergangenen Woche gingen die wellenklaenge 2008 musikalisch würdig zu Ende.
Obwohl sich die ganze Woche in der Wetterküche einiges zusammenbraute, bei
dem manch einer sich der Assoziation zu nasskaltem Novemberwetter nicht
erwehren konnte, war die Freude und Lust an musikalischem Genuss auf
Zuhörer- wie auf Künstlerseite ungebremst.
Am
Dienstag ließ Benjamin Segal das Publikum mit seiner Musik die Finsternis
neu und klangvoll erleben. Mit den brasilianischen Chansons konnten dann
fast alle die eisigen 11 Grad vergessen und von südamerikanischen Stränden
träumen.
Erika
Stucky sorgte tags darauf mit ihrer Darbietung für internationales Flair,
den ein Hauch Alpenländisches umwehte. Wer dachte, Cowboystiefel, Jodeln,
Rock'n Roll passt nicht
zusammen, wurde mit viel Ironie eines Besseren belehrt.
Mit
Gert Jonke wurden die wellenklaenge am Donnerstag literarisch. Der bedeutende
österreichische Dramatiker las und spielte seine absurden Geschichten mit
Können und Leidenschaft. Und könnte Lachen die Regenwolken vertreiben, an
diesem Tag hätte die Sonne vom Himmel strahlen müssen.
Das
Christian Muthspiel Trio brachte österreichische Jazzgeschichte dem
Publikum näher. Muthspiel begab sich musikalisch mit Georg Breinschmid und
Franck Tortiller auf eine Spurensuche nach den österreichischen
Jazzmusikern Werner Pirchner und Harry Pepl. Ein Highlight, das nicht nur
Jazzkenner faszinierte und begeisterte.
Der
Abschluss der diesjährigen wellenklaenge wurde mit dem Blechbläserquintett
der Münchner Philharmoniker klassisch begangen. Im Frack und mit viel
Charme bewahrten die fünf Bläser trotz strömenden Regens und
mystisch-dicken Nebelschwaden Contenance und nahmen das von der Musik
gebannte Publikum mit auf eine Reise durch die Klassik.
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